
Konversionstherapien widersprechen dem Auftrag von Psychotherapie und Beratung
Psychotherapie und psychosoziale Beratung haben die Aufgabe, Menschen dabei zu unterstützen, sich selbst zu erkennen, sich von fremden Zuschreibungen zu lösen und ein authentisches, selbstbestimmtes Leben zu führen. Nur wenn Menschen die Freiheit haben, ihr eigenes Selbst anzunehmen und zu leben, können sie ihre Fähigkeiten, ihre Kreativität und ihre Kraft zum Wohle ihrer selbst und der Gesellschaft entfalten.
Konversionstherapien verfolgen das Gegenteil dieses Ansatzes. Sie versuchen, Menschen an gesellschaftliche Erwartungen anzupassen, anstatt sie in ihrer Selbstfindung zu begleiten. Die Botschaft, die dabei vermittelt wird, lautet: „So wie du bist, bist du nicht richtig.“ Dadurch werden Scham, Selbstablehnung und innere Konflikte nicht gelöst, sondern verstärkt.
Die Folgen können schwerwiegend sein: psychische Belastungen, Depressionen, Angststörungen, soziale Isolation, Traumatisierungen und im schlimmsten Fall Suizidalität. Zahlreiche Betroffene berichten von langanhaltenden Schäden durch solche Praktiken.
Konversionstherapien widersprechen den grundlegenden ethischen Prinzipien professioneller Beratung und Therapie. Sie dienen nicht dem Wohl der betroffenen Menschen, sondern der Anpassung an gesellschaftliche Normen. Deshalb gehören sie verboten.
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